Frohe Weihnachten

 

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Wir wünschen Allen

eine frohe Weihnacht

und

einen guten und fröhlichen Rutsch in’s neue Jahr,

Gesundheit und Glück für 2017

und

(ich hätte nie gedacht, dass das mal so nötig wäre)

FRIEDE AUF ERDEN.

Letztes Jahr um diese Zeit waren wir in Siem Reap, Kambodscha. Wir hatten 30 Grad im Schatten und am 24. abends eine Apsara-Show besucht und uns dabei an einem kambodschanischen Buffet gütig getan. Heute vor einem Jahr haben wir uns eine Kultstätte und einen Tierpark nördlich von Siem Reap und morgen den Tonle Sap südwestlich angesehen (siehe Reisetagebuch 2015, 04 Kambodscha 01). Kinder, wie die Zeit vergeht!

Jetzt verbringen wir die Weihnachtstage bei der Familie und feiern Silvester in München. Hoffentlich kommt bald ausreichend Schnee, den vermissen wir schon zwei Jahre ;-).

Also, Allen nochmal alles Gute.

Malu&Rolf

 

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La Festa della Castagna

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Allerheiligen. Heute paddeln wir mit den Kajaks auf dem Meer. Rolf baut seine Katamaranvorrichtung ab. Da die Kajaks nicht fürs Meer gebaut sind, geht es Richtung Bonassola, was nicht so weit ist wie nach Monterosso al Mare. In der Bucht von Levanto sind die Wellen sehr kabbelig. Wir sitzen in unseren Booten wie die Korken auf der Welle. Sie tun nicht immer was wir wollen und es kostet uns viel Geschick, in die richtige Richtung zu kommen. Ständig drehen sie nach Süden ab. Die zweite lange Dünung gibt der ganzen Unternehmung denn gewissen Fun.

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In Bonassola gehe ich schwimmen. Rolf macht sich die Mühe eine Toilette zu suchen. Später geht ein kleiner Junge unverblümt ans Wasser und pinkelt ins Meer. Oft schon haben wir skurrile Situation gesehen, wo kleine Jungs hinpinkeln. Würde man das alles sammeln, wäre das bestimmt ein witziger Bildband.

Als Rolf zurück kommt, essen wir unseren Picknickproviant. Die besagte Focacceria vom Sonntag hat leider Mittagspause.

Grotte mit rotem Marmor

Grotte mit rotem Marmor

Bald schon geht es zurück, wollen wir doch noch zur Fiesta della Castagna.
Um halb fünf stehen wir in Levanto am Tourismus Büro und stellen fest: das Fest ist gar nicht hier im Ort, sondern in Montale. Das Handy sagt uns, dass der Ort ein paar Serpentinen bergauf liegt. So radeln wir eine halbe Stunde die Hauptstraße herauf. Am Ortseingang von Montale hören wir schon die Musik aus der Konserve, doch erst muss noch ein kleiner Umweg gefahren werden um ans Ziel zu gelangen. In Italien ist ja alles meist ziemlich verwinkelt, die Kirche ist zwar schon zu sehen aber nicht gleich zu finden.

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Die überm Feuer gerösteten Castagnas (Maroni) sind schon ausverkauft. Gerade werden am Plakat die ersten Speisen abgeklebt. So müssen wir uns mit dem „Rest“ zufrieden geben. Wir kaufen eine Castagnasccio (süßes Kastanienbrot) und einen Wein. Auf das Sgabei (frittiertes Brot) müssen wir länger warten. Die frischen, noch warmen Teigstangen werden den Damen, die sie ausgeben förmlich aus den Händen gerissen. In der Zwischenzeit setzen wir uns an einen Tisch und leeren eine halbe Weinflasche. Kaum haben wir es uns gemütlich eingerichtet, werden auch schon die ersten Tische abgeräumt und abgebaut.

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Es geht auf 18 Uhr zu und das Fest ist fast schon vorbei. Jetzt, gegen Ende gibt es wieder genügend Sgabeis, die sind zwar sehr lecker, aber wir schon zu satt. Da wir noch nicht nach Hause wollen, unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang durch das kleine Örtchen auf dem schmalen Bergrücken. Es ist mittlerweile schon ganz dunkel und die Lichter der Häuser in den Steilhängen der Umgebung leuchten herrlich romantisch.
Dann geht es mit dem Fahrrad rasant den Berg hinunter. Wir können kaum glauben hier herauf geradelt zu sein.

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Zuhause fällt das Abendessen aus, die italienischen Speisen können doch sehr kalorienreich sein. Rolf trink sich noch ein Bier und zum Schluss besucht uns auch noch eine Unke.

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Zeigt sie uns weiterhin schönes Wetter an? Nachts fängt es an zu tröpfeln, bald müssen wir aufstehen und eine Plane übers Zelt legen, da es nicht ganz wasserdicht ist. So war es denn ein Wetterfrosch mit schlechter Botschaft.

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Gestern so, heute so.
Beim Frühstück sagt Rolf, er habe die Meeresbrandung gehört. Ich schüttle nur den Kopf. Da keine Sonne scheint, fällt das Tauchen jedenfalls erstmal aus. Dafür sprechen wir noch kurz darüber, wo wir am besten die Angel reinhalten könnten. Klugerweise radeln wir aber erst mal zum Strand, um die Lage zu checken. Das Bild so: Surfer am Strand!

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Wir sehen dem Treiben zu, gehen noch zur Pietra, wo die alten Fischerboote liegen. Der rote Marmor des mit dem alten Hafenhaus bebauten Felsens lässt unsere Herzen höher schlagen. Es ist alles sooo schön hier!

Pierta alter Hafen

Pierta, alter Fischerhafen

Nach dem zweiten Frühstück, geht Rolf Schilf im Bachbett schneiden, er kann es für alles mögliche gebrauchen. Danach mache ich noch eine kleine Wanderung, so ein bewegungsloser Tag geht ja nicht. Auf dem Berg kann man die Küste der Cinque Terre entlang sehen.

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Auf dem Rückweg sammle ich noch Maroni. Dieses Jahr haben sie keine Würmer, aber klein sind sie.

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Nun haben wir noch zwei Tage,  die wir gemütlich im Ort und am Strand verbringen können. Das Wetter wird wieder besser, aber das Meer bleibt aufgewühlt. Keine Sicht für’s Tauchen. Leider fährt nun im November auch keine Fähre mehr die Küste entlang, wollten wir doch mit dem Boot bis Portovenere fahren und nach Riomaggiore zurückwandern. Rolf lässt statt dessen noch mal den Katamaran ins Wasser und ich gehe sonnenbaden. So bleiben auch dieses Mal wieder Projekte offen und wir müssen wohl oder übel mochmal wieder her kommen ;-).

 

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Dolce Levanto

Endlich Urlaub. Schon wieder seit Wochen auf der Arbeit, fahren wir nun in den Herbstferien wieder nach Ligurien. Dort wollen wir noch mal Sonne tanken bevor uns die dunkle Jahreszeit endgültig unter ihren düsteten Mantel nimmt.
Gleich am Samstag geht es über den St. Bernadino Pass. An der schweizerisch-italienischen Grenze in Chiasso stehen wir mit all den andern gleichgesinnten Sonnenhungrigen erstmal im Stau. Der fünf oder sechs Kilometer lange Rückstau eines Unfalls fordert eine Stunde lang unsere Geduld.

Levanto

Levanto

Unser Ziel ist Levanto, der letzt Ort südlich-östlich von Genua an der Küste entlang, bevor die Cinque Terre beginnen, deren bekanntester Ort vermutlich wohl Riomaggiore ist.

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Dochnoch im Hellen auf dem Campingplatz (Acqua Dolce) angekommen, bauen wir unser Zelt im uns wohlbekannten Olivenhain auf. Der Campingplatz wurde weiter modernisiert und ist dieses Jahr leider mal wieder besonders voll. Inzwischen sind auch viele Trassen mit dem Campingbus befahrbar. Mit Zelt haben wir überhaupt noch die Chance einen Platz zu bekommen, für Womos ist alles schon lange ausgebucht.

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So sind auch im neugebauten Restaurante am Abend, alle Tische reserviert. Also gehen wir nur einen Katzensprung von zweihundert Metern um die Ecke in die Stadt zum Essen.
Direkt an der goßen Piazza, stillen wir unseren Hunger mit Pizza und sehen dem abendlichen Treiben der Einheimischen und der Touristen zu.

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Wir fühlen uns wie Zuhause, sind ja nicht zum ersten Mal hier ;-).
Am nächsten Tag, das Wetter ist super, ein markeloser Sonntag, wir nehmen die Fahrräder und radeln auf dem vor einigen Jahren neu eingerichteten Fahrrad- und Spazierweg durch die alten Eisenbahrtunnel nach Norden. Es ist immer wieder ein Genuss, zwischen den kühlen Tunneln die wärmende Sonne und die abgefahrenen Meeresblicke erleben zu dürfen.

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Es sind nur fünf gut geteerte Kilometer die leider in Framura schon enden, aber wirklich ein tolles Erlebnis.
Zwischendurch in Bonassola sehen wir von der Promenade aus viele Menschen an unserer Lieblings-Focacceria anstehen. Gerne hätten wir auch eine gegessen, aber zwanzig Meter Schlange, dauert uns zu lange 😉 – wir haben ja die Möglichkeit es an einem Wochentag noch nachzuholen :-).

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Die Sonne scheint denn ganzen Tag herrlich warm vom Himmel, es hat fast kein Wind. Auf dem Rückweg, kurz vorm Hafen von Levanto, gehen wir noch in einer kleinen Bucht baden.

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Von unserer Erkältung letzte Woche noch ganz down, gehen wir nur kurz ins Wasser, gut dass es noch relativ warm ist.

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Am Montag baut Rolf seine neue Eigenkonstuktion eines Kajak-Katamarans zusammen. Ein lang gehegter Traum von ihm. Trotz vieler Vorbereitung dauert es noch den ganzen Tag. Aber am späten Nachmittag schafft er es dann doch noch an den Strand und auch aufs Wasser.

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Es ist halt nun Winterzeit, und eine Stunde fehlt einfach. Vor Allem, da die Sonne am Morgen auch erst spät übern Berg kommt. An der Promenade genießen die Leute noch die  Abendsonne vor der aufgewärmten alten Bahndamm-Mauer, bevor es dann bei Dunkelheit nach Hause oder zum Essen geht.

 

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Schließlich ist morgen Feiertag. Das Wetter soll wieder schön werden. Wir freuen uns auf einen erholsamen, entspannten Tag am Strand :-).

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Zuhause

Mit dem Flieger in Müchen gelandet und in die S-Bahn gesprungen sind wir schon um zehn Uhr in Fürstenried wo uns ein Reihenhaus bis Sonntag zur Verfügung steht. Unser Wohnung ist ja noch untervermietet.
Kaum gefrühstückt wird schon telefoniert um einen Arzttermin zu vereinbaren.
Danach machen wir dann ein Nickerchen und später gibt es Kaffee auf der sommerlichen Terrasse.
Um 18 Uhr haben wir noch ein Treffen mit unserem Untermieter, da wir einige Dinge und auch andere Kleider aus der Wohung brauchen.
Wir nehmen noch die Fahrräder mit, damit wir mobiler sind, so klappts dann auch noch mit der Post.

Und Ruck-zuck ist die erste Woche um.

Campingplatz Thalkirchen

Campingplatz Thalkirchen

Um unseren Gönnern nicht auf die Nerven zu gehen, ziehen wir in der zweiten Woche auf den Thalkirchener Campingplatz. Leider haben wir den Wetterbericht nicht wirklich berücksichtigt: Wetterumschwung und zwar richtig! Nach drei Tagen Dauerregen flüchten wir nach Putzbrunn ins Gästezimmer. Dort haben wir früher mal für ein Jahr das Haus eingehütet.

Roß-und Buchstein

Roß-und Buchstein

Dann endlich ein schöner Tag und wir können wieder in die Natur.
Unser Ziel ist eine Wanderung zum Roß- und Buchstein. Total gerührt über die Schönheit der heimischen Berge freuen wir uns, dass es uns Zuhause auch noch gefällt.
Dann geht es gegen Norden, Rolfs Mutter hat Geburtstag. An Rolfs altem Bagersee werden am sonnigen Sonntag noch zwei Tauchgänge gemacht. Leute was die Zeit vergeht. Von dort geht es nach Tamm zu meiner Schwester.

Rom 312

Rom 312

In der Nähe in Pfortzheim gibt es eine Römerausstellung vom Jahr 312. Der Künstler Asisi hat hier ein weiteres 360 Grad Panorama erschaffen. Sehr sehenswerte. So haben wir noch eine kleine Deutschlandreise unternommen.
Zurück in München können wir dann am 31.07.2016 nun die erste Nacht wieder im eigenen Bett verbringen. Jetzt ist unsere Reise wohl auch gefühlt zu Ende.

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Der große Kreis schließt sich


Bei Hveragerđi baden wir noch einmal in warmen Quellen. Zum Abschied tauft uns der Himmel isländisch: Starkregen im warmen Naß.

 

Zuvor haben wir noch in Pingvellir das Auseinanderdriften der europäischen und der nordamerikanischen Kontientalplatten und die dabei entstehenden Erdspalten angesehen.

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Das konnten wir dann hier in Hveragerđi noch einmal im Einkaufszentrum bestaunen. Dort wird über das Erdbeben von 2008 informiert und der dabei entstandene Erdriß gezeigt.

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Zwischen Regentag und Regentag haben wir dann ein kleines Zeitfenster genutzt und sind noch mal den Skógafoss hinaufgewandert. Beim erstern Besuch kammen wir von den Vestermannaeyjar Inseln und es war für eine Wanderung zuspät. Der Wasserfall ist auch Ausgangspunkt für Hikingtouren nach Pórsmörk und Landmannalaugar. Wir sind drei Stunden den Fluss hinauf gewandert, der sich tief in die Landschaft gräbt und immer wieder wunderschöne Wasserfallstufen hat. Das Moos war nun schon viel grüner, als noch vor zwei Wochen. Der Vulkan lag unter seiner Schneehaube ganz unschuldig da, nur die schwarzen Ascherinnen im Eis lassen die Gefahr erahnen.

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Einen Tag besichtigen wir noch Reykjavik. Die Stadt hat auch einen besonderen Flair, es gibt viele interessante junge Menschen.

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Der letzte Tag ist dann endlich sonnig nur der Wind rüttelt mal wieder heftig am Zelt. Auf dem Campingplatz in Sandgerđi sind an der Küchenzeile die Restbestände der Abreisenden abgestellt und können von den Neuankömmlingen mitgenommen werden. Wir stellen unsere Sachen auch noch dazu. Einige haben uns um die halbe Welt begleitet, andere sogar noch länger.

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Am Montag morgen geht der Flieger nach München. Wehmütig sehen wir zurück zu den vielen Erlebnissen dieser zehn Monate. Doch nun freuen wir uns auf Zuhause auch wenn wir noch nicht in unsere Wohnung können. Die Abreise vor zehn Monaten war spannend, nun ist das Zurückkommen aufregend.

Wir bedanken uns bei Allen, die uns im Blog auf unsere Reise begleitet haben.

Ein großer Kreis schließt sich. Es werden, wohl kleinere, folgen. Wir halten euch auf dem Laufenden 🙂 …

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große Gletscher, weite Fjorde

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Weiter auf der südlichen Seite der Ringstraße kommen wir nun an den vielen Gletscherzungen des Vatnajökull vorbei, die sich immer wieder in großen breiten Moränen von der Hochebene runterziehen.

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Am Jökulsarlon fallen die Eisbrocken erst in eine Glatscherlagune und treiben dann ins Meer.

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Am Abend beim Golfplatz in Höfn haben wir dann einen fantastischen Blick auf die Gletscherzungen an dennen wir heute vorbei gefahren sind. Leider ist nun Gegenlicht und wir beschliessen das Foto morgen zu machen. Am nächsten Tag hängen aber die Wolken mal wieder ganz tief.

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Es geht weiter in die Fjordlandschaft im Osten Islands. Dort fallen die Berge nun küstennah steil ins Meer. Auf dem Weg nach Reydarfjördur sehen wir schöne Rentierherden. Am nächsten Tag besichtigen wir dort das Museum zum Zweiten Weltkrieg.

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Weiter gehts dann nach Seydisfjördur. Hier kommt die Autofähre von den Faröer Inseln an. Die Fahrt über denn Pass dorthin ist ein neues Erlebnis. Die Anhöhe ist noch fast komplet mit Schnee bedeckt. Es wird merklich noch kühler, bis auf sechs Grad fällt das Thermometer. Im Fjord unten, wo die kalte Luft hinunter fließt wird’s nur noch maximal 10 Grad.
Am 17. Juni feiern die Isländer ihren Unabhängigkeitstag von Dänemark. Es wird an der Kirche eine Messe abgehalten, vermutlich die Geschichte des Landes erzählt und Musik gemacht.
Am Tag danach fahren wir zurück nach Egilsstadir um wieder auf die Ringstraße zu kommen. Diese hatten wir für die Besichtigung der Fjordlandschaft verlassen.

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Die Straße geht nun im Landesinneren etwa auf 600 Metern Höhe durch karges Weideland für Schafe.
Auf dem Weg zum nächsten Ziel, machen wir eine Wanderung hinauf zum Hnjuksvatn/See.

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Dort ist eine kleine Hütte in der wir uns wärmen können, da auch heute der Wind stark weht. Von hier oben haben wir dann überaschenderweise eine gute Sicht in die wunderschönen Gletscherberge.

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Am Übernachtungsziel angekommen stellen wir fest, dass der Campingplatz keine ausreichenden Schutzmöglichkeiten vor dem kräftigen Wind bietet. So geht es dann am nächsten Morgen etwas früher weiter, da uns das Wetter ins Auto treibt.
Wir kommen an den Dettifoss Wasserfällen vorbei, die auf dem Weg liegen. Inzwischen treffen wir auch immer öfter schon bekannte Gesichter auf den Campingplätzen. Über eine lange Gravelroad geht es wieder an die Küste. Mir fallen trotz rütteldem Auto immer wieder die Augen zu. Noch kurz werden die Asbergi Cliffs besichtigt, eine Besonderheit, die durch große Fluten, die in der Vorzeit vom Vatnajökull Gletscher kamen, geformt wurde: es entstand ein von hohen Felsklippen geschützter Talkessel. Es wird deutlich wärmer, noch denken wir das liegt an der Autoheizung.
In Husavik, unserem Tagesziel, fahren wir noch an der empfohlen Whale Watching Agentur vorbei. Der Verkäufer erklärt uns dann, dass hier die wärmste Stadt Islands ist, wir froren seit Tagen, was für eine Erlösung. Seine Empfehlung ist die Waaltour um 20:15 Uhr. Heute haben wir dafür keine Kraft mehr. So kaufen wir die Tickets für Morgen. Kaum im Auto, bereue ich diese Entscheidung auch schon. Morgen soll der Wind immer noch stark sein. Nicht nur das ich mich mit Medikamenten präparieren muss, stellt sich mir nun die Frage, ob man die Wale überhaupt bei hohem Seegang sieht? Am nächsten Tag ist nicht nur weiterhin starker Wind sondern auch noch leichter Regen. Im Wetterbericht von Infozentrum stand aber ganz was anderes. Wir schlafen aus um uns für den langen und kalten Abend zu schonen. Noch ein bisschen Wäsche waschen und ausreichend Essen.
Um 16 Uhr gehts noch ins Waalmuseum und bei der Abfahrt ist dann auch das Schiff voller Teilnehmer, wir staunen.

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Die Tabletten wirken und nach einer Stunde durch die Bucht auf die andere Küstenseite sehen wir die Blas‘ der Wale. Rolf schon länger im Ausguk des Schiffes steige ich auch hoch. Die Tabletten wirken. Kurz danach springt ein Buckelwal hoch in die Luft. Wir sind aber noch zu weit weg. Unser Schiff muss noch weiter aus der Bucht. In einer unglaubliche großen Buckelwalgruppe sind wir den Tieren ganz nah. Ein Tier treibt immer wieder einen Fischschwarm mit seinen Luftblasen zusammen, kommt dann von unten aus dem Meer herauf und wir sehen das große offene Maul des Wals.
Bei der Rückfahrt begegnen wir kirz vorm Hafen noch einem einzelnen Tier, doch der ersehte Sprung eines Buckelwaals aus der Nähe wird uns nicht nochmal geschenkt.

so hätten wir es gern gesehen

so hätten wir es gern gesehen

Am nächsten Tag ist Mittsommernacht. Mitten in der Nacht stehen sich Sonne im Norden und der Mond im Süden gegenüber, welch ein beeindruckendes stellares Schauspiel.

Sonne...

Sonne …

... Und Vollmond in einer Nacht

… und voller Mond in einer Nacht

 

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Islandlicht

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Vom Flughafen fahren wir zur Blauer Lagune. Die ist heute nicht so blau, da wir bei schlechten Wetter anreisen. Aber der Schwefel der Therme kitzelt in der Nase.
Es geht Richtung Süden weiter, wir nehmen den Campingplatz in Porlakshöfn. Es gibt dort ein Schwimmbad für die kalten Tage, die uns bevorstehen. Am Abend fällt uns dann irgendwann auf,  die Sonne geht ja gar nicht unter.

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Im Rathaus besichtigen wir eine Fisch -und Meerestier Ausstellung.

 

Mondfisch

Mondfisch

Eine Wanderung zum Leuchtturm gibt uns auf Infotafeln Einblicke über die Geschichte des Dorfes. Am Abend gehts nochmals zum Strand, wo die Wellen an die Lavafelsen schlagen und die Gischt hochspritzt.

 

 

 

 

Auf dem Weg zum  ‚Geysir‘, fahren wir einen kleinen Umweg in der Hoffnung, Hölen besuchen zu können. Der Eintrag in der Karte ist aber nicht ganz richtig. Es sind nur in den Fels geschlagerne Unterstände für Tiere.

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Am Geysir angekommen blässt für uns der Strokkur alle paar Minuten seine Fontäne in den Himmel. Die blauen Lupinien blühen und geben auch diesem Regentag etwas Farbe.

 

Da es schon spät ist, gehts zum Campingplatz. Wir fahren aber aus Versehen dran vorbei und landen beim Gullfoss (Goldener Wasserfall).

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Er ist wirklich sehr schön, auch wenn wegen der Wolken heute kein goldenes Farbebenspiel seine Gäste erfreut. Zum Schluss linst doch noch Mal die Sonne um die Ecke, es reicht aber nicht für angenehme Temperaturen aus.

 

rechts hinter der Stabkirche Lavafeld

rechts hinter der Stabkirche Lavafeld

Am vierten Tag wird nun doch das Wetter besser, dafür wird der Wind mehr.
Wir fahren trotzdem am Sonntag mit der Fähre nach Heimaey. Dort ist auf der Vestermannaeyjar Insel 1973 ein Vulkanausgebrochen und hat die Insel ein kleines Stück vergrößert.

Heute

Heute

 

 

Am Abend fahren wir noch am Eyjafjallajökull vorbei, der bei seinem Ausbruch 2010 ganz Insland mit Asche bedeckte. Heute sieht man von hier aus nichts mehr davon.

Damals

Damals

 

 

 

 

 

 

Ziel ist heute noch Vik, am Südzipfel der Insel. Vor dem ständig blasendem Wind schützen hier ein paar Wälle und ein paar gepflanzte Büsche. Und in der großen Gemeinschaftsküche treffen wir viele Leute.

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